Sodbrennen ist ein häufiges Problem bei Hunden.
Vor allem in der Nacht.
Die Hunde sind unruhig, haben Aufstoßen und knabbern an den Pfoten.
Morgens wird meist als erstes Gras gefressen.
Wir Besitzer wünschen uns eine langfristige Lösung.
Wir möchten mehr tun, als Ulmenrinde oder Leinsamenschleim zu verabreichen.
Wir möchten doch wissen, warum dieses Sodbrennen auftritt!
In dieser Case Study zeige ich, wie man Magenprobleme bei Hunden mit Hilfe einer Kotflora-Analyse erfolgreich angehen kann.
Problem
Sodbrennen in der Nacht
Grasfressen morgens oder. nachts
Verschlechterung nach einer Operation
braucht 3 Mahlzeiten am Tag
Kot ist zu Beginn fest, dann immer weicher
Angsthund
Ziel
ruhige Nächte
aufwachen ohne schmatzen und Bauchgrummeln
nur 1-2 Mahlzeiten
Kot durchgängig fest
mehr Vertrauen
Lösung und Ergebnisse
Uns war klar, dass die Ängstlichkeit immer wieder Stresssituationen für Hund und Besitzer hervorrufen würden.
Auch sollte der Futterplan für die Hündin überarbeitet werden.
Trotzdem haben wir uns zuerst für eine Darmsanierung entschieden,.
Denn andere Ansatzpunkte sind vorher schon gescheitert.
Wie haben wir das erreicht?
Wir haben uns für eine professionelle Kotflora-Analyse in einem Labor entschieden.
Die Besitzerin schickte eine Kotprobe von zu Hause aus in das Labor und 10 Tage später bekam wir die Ergebnisse.
Das Ergebnis war ein starker Mangel an guten Laktobazillen und eine stark geschädigte Darmschleimhaut. Ein sogenannter "Leaky Gut".
Diese Befunde führten uns dazu, die richtigen Schritte zu unternehmen, um der Hündin ursächlich zu helfen.
vorher
Die Hündin ist nicht so ganz fit.
Die Hündin hatte aufstoßen, Gras fressen und Pfoten lecken.
Der Kot ist oft nur zu Beginn fest.
nachher
Die Hündin ist wieder fit und munter.
Die Hündin schläft wieder nachts und frisst morgens nur noch ab und an Gras.
Der Kot ist durchgängig fest.
Genaue Befunde:
Die Laborergebnisse zeigten:
1.) einen starken Mangel an guten Laktobazillen
2.) eine Vermehrung unerwünschter Erreger namens Klebsiellen
3.) einen zu hohen Gallensäure-Wert
4.) einen zu hohen Zonulin-Wert
Genaues Vorgehen:
Die Hündin bekam folgende Mittel:
1.) einen starken Schleimhautschutz 20 Minuten vor jeder Fütterung
2.) ein Mittel, um den pH-Wert im Magen zu beeinflussen
3.) Heilerde, zum Binden der Säuren
4.) Flohsamenschalen als Präbiotikum
5.) Curcuma gegen die Entzündung
6.) ein starkes Probiotikum mit genug Laktobazillen
Ein tolles Ergebnis!
Nach nur 3 Monaten ist die Hündin wie neu geboren.
Sie schläft durch.
Morgens frisst sie nur manchmal noch Gras.
Die Pfoten werden nur noch nach stressigen Tagen etwas geleckt.
Die Mittel wurden langsam ausgeschlichen.
Nur die Heilerde wurde über einen längeren Zeitraum gegeben.
Vor stressigen Ereignissen wird die Heilerde immer noch eingesetzt.